Restless

Die Füße waren an die Decke gepresst. So doll, dass die Zehenspitzen schon ganz weiß waren. Früher hatte sie das oft gemacht. Einfach so, eine Weile.

Aber vielleicht ja auch er? Er hatte die Füße an die Decke gepresst… der Mensch hatte… , die Person, Ich?

Das schreibt sich schlecht, dann gibt es keinen Lesefluss, keinen roten Faden auf den alle so abfahren. „Ein bisschen Chaos“ hatte er gesagt. So.
15%… aber was sollte schon passieren? Der Knaller? Das was alles bereits Gewesene in den Schatten stellt? Unendlichkeit entsteht und Sterblichkeit stirbt? 00:00! Nichts passiert. Rückwärts im Bett sitzen. Vielleicht auch hinlegen, auf Morgen warten – die Augen offen lassen. So lange bis sie austrocknen oder ewig auf einen Punkt starren bis man nichts mehr sieht, alles verschwimmt. Randlos, die Augen vertrocknen, Blut läuft heraus. Funktioniert nicht. Scheiße. Starren auf die graue Rauhfasertapete – Augen offen halten. 11%…

Ihre Zehen hatten sich entspannt, ohne ständigen Druck waren sie rötlich geworden. Sie riss die Augen wieder auf und starrte auf die Rauhfasertapete. Rückwärts im Bett sitzen. 9%. 9% waren genug.

Bei 7% war sie draußen. Mehr als sie ertragen konnte. Ein dumpfes Geräusch. Prädikat und Objekt? Adjektive. Keine Tapete. Trotzdem: Augen aufreißen, starren, zwanghaft Suchen. Fallen lassen und Versinken.

Diese blöden unendlichen Spiegelräume. Spaß; sie stellt sich in die Mitte, macht ein Foto und sieht sich im Spiegel mit Handy und Handyfoto im Spiegel mit sich und Handy im Spiegel und Handyfoto mit sich und… you know. Keine Rauhfasertapete, keine weißen Zehen, kein krampfhaftes – Lächeln, Foto – Unendlichkeit. In einem. Foto. Fotos als Symbol für Vergänglichkeit – müde. Egal, ist schon passiert. 8%. Irgendwas muss her.

Tapete, Augen, Spiegel, Foto, Pochen und. Ein Pochen, Blut und dann nichts mehr. Andere werden weiter machen. Andere werden Sein, andere werden sie sein. Andere werden starren, erzählen. 5% und Dunkelheit.